Allrad-Boom in Deutschland vorbei - Anteil sinkt drittes Jahr in Folge

3 godzin temu
Der Allradanteil unter den Neuzulassungen ist das dritte Jahr in Folge leicht gefallen. Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Der Allrad-Boom in Deutschland hat seinen Zenit überschritten. Der Anteil von Neuzulassungen mit Allradantrieb ist 2025 zum dritten Mal in Folge leicht gesunken und liegt nun bei 24,1 Prozent, wie Daten des Kraftfahrt-Bundesamts zeigen. Das ist ein Rückgang um 0,5 Prozentpunkte gegenüber 2024 und 1,8 Prozentpunkte unter dem Höchststand von 2022.

Trotz sinkender Neuanteile wächst der Gesamtbestand an Allrad-Fahrzeugen auf deutschen Straßen weiter. Am 1. Januar 2025 waren sieben Millionen Fahrzeuge mit Allradantrieb zugelassen, das entspricht 14,3 Prozent aller Pkw. Anfang 2024 waren es noch 6,8 Millionen Fahrzeuge (13,8 Prozent), Anfang 2020 nur 5,6 Millionen (11,7 Prozent).

Klares Nord-Süd-Gefälle

Die Verteilung von Allrad-Fahrzeugen zeigt deutliche regionale Unterschiede. Bayern führt mit einem Anteil von 17,7 Prozent, gefolgt von Baden-Württemberg (16 Prozent), Thüringen (15,4 Prozent) und Hessen (15,1 Prozent). Am niedrigsten ist der Anteil in Bremen (11,7 Prozent), Sachsen-Anhalt (11,8 Prozent) und Schleswig-Holstein (12,1 Prozent).

Die höchsten Allrad-Anteile verzeichnen drei bayerische Landkreise: Freyung-Grafenau mit 29,8 Prozent, Miesbach mit 29,6 Prozent und Regen mit 29,2 Prozent. Die Schlusslichter liegen im Norden: Emden (8,8 Prozent), Wilhelmshaven (9,2 Prozent) und Herne (9,4 Prozent).

Trendwende trotz SUV-Boom

Der Rückgang bei den Neuzulassungen überrascht, weil Faktoren, die den Allrad-Boom befeuerten, weiter wirken. Der Marktanteil von SUVs und Elektroautos, die häufig mit Allradantrieb ausgestattet sind, steigt weiter. Ein möglicher Grund für den Rückgang könnten die relativ hohen Spritpreise der vergangenen Jahre sein - Allrad-Verbrenner verbrauchen wegen zusätzlicher beweglicher Teile und höherem Gewicht mehr Kraftstoff.

Über das vergangene Jahrzehnt hatte sich der Anteil von Allrad-Fahrzeugen bei Neuzulassungen verdoppelt, bevor die dreijährige Rückgangsphase einsetzte.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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