5:27 Stunden Drama: Zverev scheitert im längsten Australian-Open-Halbfinale an Alcaraz

2 godzin temu
Alexander Zverev hat das Finale bei den Australian Open verpasst. Dar Yasin/AP/dpa

Alexander Zverev hat im längsten Halbfinale der Australian-Open-Geschichte seinen Traum vom ersten Grand-Slam-Titel verloren. Der 28-jährige Deutsche unterlag dem spanischen Weltranglisten-Ersten Carlos Alcaraz nach 5:27 Stunden Spielzeit mit 4:6, 6:7 (5:7), 7:6 (7:3), 7:6 (7:4), 5:7. Die Niederlage beendet Zverevs Hoffnung auf seinen ersten großen Titel – nach der Finalniederlage 2025 gegen Jannik Sinner die erneute Enttäuschung in Melbourne.

«Es war ein unglaublicher Kampf. Am Ende hatte ich einfach nichts mehr im Tank», sagte Zverev nach dem Match. Bei Temperaturen von etwas mehr als 30 Grad lieferten sich beide Spieler ein dramatisches Duell auf der Rod Laver Arena. Zverev rang zweimal einen Satzrückstand nieder und zwang Alcaraz in den fünften Durchgang, doch am Ende fehlte ihm die Kraft.

Alcaraz kämpfte ab Ende des dritten Satzes mit massiven körperlichen Problemen. Er erlitt Krämpfe und klagte über einen Stich im Oberschenkel. Die medizinische Auszeit, die der Spanier daraufhin nahm, löste eine heftige Kontroverse aus.

Streit um Medical Timeout

Zverev beschwerte sich vehement beim Oberschiedsrichter über die Behandlungspause: «Das ist unglaublich. Das gibt es nicht. Das kann nicht euer Ernst sein.» Er argumentierte, dass bei Krämpfen normalerweise keine medizinische Behandlung erlaubt sei: «Das ist Schwachsinn. Der hat Krämpfe. Das ist absoluter Schwachsinn, der kann doch kein Medical nehmen.»

Nach dem Match wollte Zverev die Diskussion jedoch nicht weiter vertiefen: «Ich will jetzt nicht darüber reden, weil ich denke, das war einer der größten Kämpfe, die es hier in Australien je gegeben hat. Das verdient jetzt nicht, das Thema zu sein.» Auf die Frage nach der Bitterkeit der Niederlage antwortete er erschöpft: «Das kann ich jetzt nicht sagen. Ich bin zu müde für Emotionen.»

Becker glaubt weiter an Zverev

Tennis-Legende Boris Becker unterstützte Zverevs Einschätzung zum Medical Timeout. Er sagte: «Er war in diesem Moment der Sieger. Hätte Alcaraz weiterspielen müssen, hätte er es nicht geschafft.» Gleichzeitig lobte Becker den Spanier: «Aber Alcaraz ist ein cleverer Junge, sagt, er hat da ein kleines Ziehen und darf dann die Verletzungspause nehmen.»

Trotz der erneuten Niederlage bleibt Becker optimistisch für Zverevs Zukunft: «Ich bleibe dabei. Er hat so gut Tennis gespielt. In dieser Form, mit dieser Leidenschaft, bin ich überzeugt, dass er bis zum Ende seiner Karriere noch irgendein Grand-Slam-Turnier gewinnen kann.» Becker war 1996 der letzte Deutsche, der in Melbourne ein Grand-Slam-Turnier gewann.

Alcaraz zeigte sich nach seinem ersten Finaleinzug bei den Australian Open erleichtert: «Es war das körperlich schwerste Spiel meiner Karriere.» Trotz der Probleme habe er nie aufgegeben: «Entscheidend war, dass ich immer daran geglaubt habe.»

Im Finale trifft er auf Titelverteidiger Jannik Sinner oder Rekord-Grand-Slam-Champion Novak Djokovic.

Das Damenfinale bestreiten an diesem Samstag (9:30 Uhr Mitteleuropäische Zeit, Eurosport) die Weltranglisten-Erste Aryna Sabalenka aus Belarus und die Kasachin Jelena Rybakina.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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